HSG feiert zum Ende der Hinrunde einen 26:23 (12:15) Heimsieg gegen den Stralsunder HV

Das letzte Spiel der Vorrunde in der Staffel A der 3. Liga musste unter der Woche an einem Mittwoch stattfinden, weil es ein Nachholspiel war. An dem ursprünglich angesetzten Spieltag konnte Stralsund auf Grund von 7 Corona infizierten Spielern nicht antreten. Deshalb gab es am gestrigen Mittwoch um 19:00 Uhr nun für HSG Ostsee das letzte Spiel der Vorrunde, welches mit 26:23 (12:15) gewonnen werden konnte.

Mit diesem Sieg steht die HSG Ostsee nun mit 19 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz vor dem Stralsunder HV die derzeit 18 Punkte haben. Stralsund hat aber noch ein weiteres Nachholspiel und zwar gegen den VfL Fredenbeck, die derzeit auf dem letzten Tabellenplatz stehen. Sollte dieses Spiel unentschieden ausgehen oder Stralsund verliert, würde die HSG Ostsee den 6. Tabellenplatz behalten und damit vorzeitig den Klassenerhalt gesichert haben. Wenn dem nicht so sein sollte und Stralsund nimmt die 2 Punkte aus diesem letzten Spiel mit, dann geht die HSG Ostsee als siebtplatzierter in die Abstiegsrunde, zusammen mit dem VfL Fredenbeck. Dabei würden die 4 Punkte, die gegen Fredenbeck erspielt wurden, mitgenommen werden und man hätte damit eine gute Ausgangsposition in dieser Gruppe 1. Die Gegner in dieser Gruppe sind Stand heute TV Bissendorf-Holte, TSG A-H-Bielefeld, HC Burgenland, Northeimer HC und eben der VfL Fredenbeck.

Das Spiel welches für beide Teams eine große Bedeutung hatte, wurde in den Anfangsminuten von Stralsund dominiert. Bereits nach 5 Spielminuten führten die Gäste mit 4:0, was HSG Coach Jens Häusler dazu veranlasste seine Spieler zu einem ersten Time Out zu bitten. Diese Unterbrechung zeigte Wirkung, denn in der Folge waren es Marius Nagorsen und Tim Claasen, die innerhalb von 2 Minuten auf 2:4 verkürzten. Die HSG Deckung ließ in der Folge aber nach wie vor zuviel zu, so dass Stralsund in der 10. Spielminute beim Stand von 7:2 mit 5 Toren in Front lag. Aber nicht nur die Deckung war ein Problem bei der HSG, auch im Angriff wurde nicht konsequent und vorbereitet genug abgeschlossen. Ins Tor der HSG wechselte zwischenzeitlich Alexander Haß, dessen Vorderleute den Abstand zwischenzeitlich zwar verringern konnten, aber gut 2 Minuten vor der Pause lagen die Gäste trotzdem wieder mit 15:10 vorne. In der Folge waren es dann Bevan Calvert, der mit seinem dritten 7-Meter Tor erfolgreich war und Alexander Mendle der 5 Sekunden vor Pausenpfiff das 12:15 herstellte und die Führung der Gäste damit auf nur noch 3 Zähler reduzierte.

Die Analyse der ersten Spielhälfte in der Kabine fiel relativ kurz aus, denn Jens Häusler und sein Team waren sich sehr einig darüber, was sich ändern muss, damit die zweite Hälfte erfolgreicher gestaltet werden kann. Nach Wiederanpfiff waren es zwar erneut die Gäste, die auf 12:16 erhöhen konnten, aber dann war es vor allem Bevan Calvert, der mit seinen Toren maßgeblich daran beteiligt war, dass die HSG den Abstand Tor für Tor verkürzen konnte. In der 43. Spielminute war es Mattis Potratz, der mit seinem dritten Treffer den Anschluss zum 19:20 herstellen konnte. Fast genau in der 45. Spielminute war es dann Max Folchert, der von seinem Tor in den leeren Stralsunder Kasten traf und damit den 21:21 Ausgleich herstellte. Das Spiel wurde nun von den Hausherren bestimmt. In der 47. Spielminute war es erneut Mattis Potratz, der per Zweitspielrecht vom VfL Lübeck-Schwartau sein erstes Spiel für die HSG Ostsee bestritt, und die erste Führung zum 22:21 für die HSG Ostsee erzielte. Dann war es einmal mehr Bevan Calvert, der auf 23:21 in der 49. Spielminute erhöhte. Diese 2 Tore Führung verteidigte die HSG Ostsee bis zur 56. Spielminute, in der Tim Claasen mit seinem Tor auf 3 Tore zum 25:22 erhöhte. Knapp anderthalb Minuten vor Schluss verkürzte Johannes Trupp für die Gäste zwar noch einmal auf 25:23, die Antwort der HSG Ostsee darauf war der Treffer von Alexander Mendle zum 26:23 Endstand 38 Sekunden vor Schluss. Dieses Tor könnte unter Umständen noch eine Rolle spielen und zwar genau dann wenn der VfL Fredenbeck am kommenden Sonntag Unentschieden gegen Stralsund spielen sollte. Dann nämlich ist der direkte Vergleich zwischen Stralsund und der HSG Ostsee entscheidend und den hat die HSG Ostsee dann dank dieses letzten Tores gewonnen.

Jens Häusler: „Das wir das Spiel gestern gewinnen konnten, ist schon grandios. Egal ob es, mit der Schützenhilfe von Fredenbeck, nun zum 6. Platz reicht, oder als Mutmacher für die Abstiegsrunde mit einer guten Ausgangssituation bestimmt ist, wir können auf die Leistung stolz sein. Wir haben wieder gezeigt, dass wir auch mit Rückständen gut umgehen können und auch dass wir unserer Linie vertrauen. Bevan mit insgesamt 11 Toren war genauso ein Garant wie Max im Tor, der gerade in der Schlussphase wieder viele Bälle gehalten hat. Dennoch war es eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, in die sich jeder eingebracht hat. Ebenso wichtig war die laute und positive Unterstützung von der gesamten HSG-Bank. Am Ende war es ein toller Sieg in einem wichtigen Spiel mit dem wir mindestens einen Platz gut gemacht haben.“

Frank Barthel: “Es gab vor dem Spiel nicht viel zu sagen, wir allen waren angespannt, weil wir wussten das es um die gute Ausgangsposition in der Abstiegsrunde geht. Ich bin sehr stolz auf das, was unsere Jungs geleistet haben. Sie haben konsequent das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben und damit haben wir nach dem Erfolg gegen Altenholz den notwendigen und wichtigen zweiten Schritt auch gemacht. Platz 7 ist uns nun nicht mehr zu nehmen und wir stehen damit vor der HG Barmbek, der HSG Eider Harde und dem DHK Flensborg und sind hinter dem TSV Altenholz damit in der 3. Liga die Nummer 2 in Schleswig-Holstein, das ist vorzeigbar. Wir werden uns nun mit den Gegnern der Gruppe 1 der Abstiegsrunde und den entsprechenden Planungen für die Spiele beschäftigen und am Sonntag ein gespanntes Auge nach Stralsund werfen, auch wenn es nicht wirklich realistisch ist, das Stralsund dann das fünfte Mal hintereinander verlieren sollte. Neben dem Sieg heute habe ich mich auch sehr darüber gefreut, das wir mit Bevan Calvert jemanden für uns gewinnen konnten, der einen sehr großen Anteil daran hat, das wir heute gewinnen. Bevan ist ein unglaublich sympathischer und professioneller Handballer und ich bin froh das Jens Häusler den Weg geebnet hat, das wir ihn für uns gewinnen konnten. Und ich bin stolz und froh über die tolle Leistung, die Mattis zu seinem Einstand bei uns geliefert hat, er hat nur eine einzige Trainingseinheit am gestrigen Dienstag bei uns absolviert und hat sich nahtlos ins Team eingefügt – das passt. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Gerrit Claasen und Daniel Pankofer vom VfL Lübeck- Schwartau bedanken, die Mattis das Zweitspielrecht eingeräumt haben. Ich denke, dass dies ein Gewinn für alle Beteiligten und vor allem für Mattis ist. Ein letzter Dank geht an unser tolles Publikum, das uns auch unter der Woche lautstark angefeuert hat – das war absolut spitze!“  

Tore:

Max Folchert (1), Marius Nagorsen (3), Philipp Wäger (1), Alexander Mendle (3), Mattis Potratz (4), Tim Claasen (2), Christopher Hartwig (1), Bevan Calvert (11/4)